08. März 2018, Dr. Jürgen Wahlmann, Arnold Drachenberg

"Die meisten Zahnärzte präparieren nicht tief genug."

"Die meisten Zahnärzte präparieren nicht tief genug."

Wenn keramische Kronen brechen, kann die Ursache bereits in einer zu geringen Präparation liegen. Dieses Thema ist Komet angegangen und hat spezielle Tiefenmarkierer ins Sortiment aufgenommen, die genau hier ansetzen. Mit Zahnarzt Dr. Jürgen Wahlmann und Zahntechnikermeister Arnold Drachenberg sprechen wir über die neuen PrepMarker, die einen Gewinn für beide Seiten darstellen.

Zahnarzt und Zahntechniker befinden sich in einem klassischen Kunden-Lieferanten-Verhältnis. Ist das nicht manchmal auch ein Problem?

Drachenberg: Normalerweise sollte Austausch auf Augenhöhe stattfinden und Kritik in beide Richtungen möglich sein. Leider ist das nicht immer der Fall.

Warum sollte das jahrzehntelang erprobte Anlegen von einfachen Orientierungsrillen mit dem Präparationsdiamanten nicht mehr ausreichen?

Wahlmann: Zum einen machen viele dies nicht mehr. Zum anderen ist es mit herkömmlichen Instrumenten technisch nicht möglich, die gesamte Zentralfissur zu erfassen. Die einen präparieren zu tief, die anderen zu wenig. Der PrepMarker hilft beiden Gruppen. Bei zu tiefer Präparation steigen die biologischen Kosten, das Risiko eines Präparationstraumas steigt enorm. Wird zu wenig entfernt, kommt es zum Chipping. Es geht darum, das richtige Maß zu finden. Beim ersten Einsatz des PrepMarkers war ich überrascht davon, wie viel tatsächlich markiert wird. Im ersten Kurs, in dem ich die PrepMarker verwendet habe, waren alle Teilnehmer bei der okklusalen Markierung fassungslos darüber, wie viel 1,0 bzw. 1,5 mm tatsächlich sind.

PrepMarker
PrepMarker Set 4663
 
 

Sind die PrepMarker heutzutage von deutlich größerer Bedeutung, weil das Material Keramik immer mehr an Bedeutung gewinnt?

Drachenberg: Ja, das trifft zu. Metallische Restaurationen verzeihen vieles, keramische Restaurationen bieten aber keine Fehlertoleranz.

Was sind die Erfahrungen aus dem Labor? Wie sahen die ersten Präparationen aus, die mit einem PrepMarker gemacht wurden?

Drachenberg: Als ich die erste Präparation sah, die mit den PrepMarkern unterstützt wurde, war mir klar: Hier war etwas anders. Gleichmäßige Substanzreduktion und damit die besten Voraussetzungen für eine langlebige keramische Restauration.

Bei welchen Präparationen können PrepMarker helfen?

Wahlmann: Die vier PrepMarker zeigen großes Potenzial. Sie sind für sämtliche bukkalen, vestibulären, okklusalen und oralen Tiefenmarkierungen geeignet. Sie geben also nicht nur Sicherheit bei Kronen, sondern auch bei Teilkronen, Inlays, Onlays, TableTops und Veneers. Es ist immer das gleiche Vorgehen, egal welche Restauration es wird. Immer werden – sofern erforderlich – die Zentralfissur und der Bereich, der präpariert wird, vor der Präparation markiert.
 

 
Jürgen Wahlmann
Dr. Jürgen Wahlmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für kosm. Zahnheilkunde (DGKZ), seit 1989 niedergelassen in eigener Praxis in Edewecht
Arnold Drachenberg
Arnold Drachenberg
Zahntechnikermeister mit eigenem Labor in Windhagen

 
Tags: PrepMarker


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Kommentare

07. November 2018, Zahnärzte am Lister Platz Hannover
Kommentar: Interessant, ich finde auch, dass es einen stärkeren Austausch zwischen Zahnarzt und Zahntechniker geben sollte.


01. Mai 2018, Stefan Kloos
Kommentar: Das hört sich interessant an. Gibt es ein Video oder eine Anleitung dazu? Schöne Grüße Stefan Kloos

02. Mai 2018, Komet Dental
Kommentar: Guten Tag Herr Kloos danke für Ihr Feedback. Mehr Informationen erhalten Sie in unserer Produktinformation.


 
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