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26. April 2019, Christoph Frevert

Sicher zum richtigen Wurzelstift

Sicher zum richtigen Wurzelstift

Wurzelstifte dienen der Rekonstruktion bei ausgeprägten koronalen Defekten. Sie sollen eine dauerhafte Retention für den neuen Aufbau schaffen. Gleichzeitig dürfen sie die Wurzel aber nicht unnötig schwächen. Die Auswahl an Wurzelstiften ist groß und da stellt sich die Frage: Welcher Wurzelstift ist für welche Indikation der richtige? Denn es kommen viele Parameter zusammen: Da ist einerseits der Zerstörungsgrad des Zahnes. Und da ist andererseits die Indikation. Einzelzahnrestaurationen erfordern andere Wurzelstifte als eine Brücke oder eine teleskopierende Prothese. Viele Zahnärzte wünschen sich hier eine Leitlinie. Welcher Wurzelstift passt jetzt und wie wird er direkt oder indirekt aufgebaut? Auch die Revision von frakturierten Stiften sollte bitte offen angesprochen werden.

Für die Wahl des korrekten Wurzelstiftes müssen am Behandlungsstuhl die folgenden Kriterien erwogen werden: Wie stark ist der Zahn horizontal bzw. vertikal zerstört? Handelt es sich um eine Einzelzahnrestauration, ein Stumpfaufbau-Composite, eine Vollkeramik- bzw. Metallkrone, eine geschlossene Zahnreihe? Oder ist es vielmehr eine Brücke bei Teilbezahnung, eine teleskopierende Prothese oder Modellguss auf Kronen? Und was tun bei Bruxismus? Alle diese Kriterien müssen in die Entscheidungsfindung einfließen. Um jeder Indikation gerecht zu werden, entwickelte Komet eine große Stiftfamilie (ER System, OptiPost, Vario und BKS) mit jeweils abgestimmtem Instrumentarium für die Stiftbettpräparation.

Einzelzahnrestauration:

Glasfaserverstärkte Compositestifte, wie der ER DentinPost und der vollständig beschichtete ER DentinPost Coated eignen sich vor allem für wenig angegriffene Zahnsubstanz zum direkten Aufbau. Der Werkstoff „Glasfaserverstärktes Composite“ vereint ein dentinähnliches Elastizitätsmodul mit hoher Festigkeit und Ästhetik. Stifte aus Reintitan, beispielsweise der neue und dank seiner Beschichtung erste zahnfarbene Titanstift ER TitanPost X Coated oder auch der bewährte gestufte OptiPost kommen optimalerweise bei höherem Zerstörungsgrad zum Einsatz. Sie sind besonders belastbar und halten die Restauration stabil, auch wenn nur noch wenig Zahnsubstanz vorhanden ist.

DentinPost Coated für den direkten Aufbau
 

Brücke und teleskopierende Prothese:

Wurzelstifte aus Reintitan empfehlen sich ebenfalls bei der Insertion von Brücken, teleskopierenden Prothesen und beim Modellguss auf Kronen. So verfügt zum Beispiel der zahnfarbene TitanPost X Coated dank vollständiger Silikatisierung, Silanisierung und haftvermittelnder Polymerschicht über eine hervorragende Retention. Durch seine kurze Verankerungstiefe wird die Wurzel nur minimal geschwächt. Um bei sehr hohem Zerstörungsgrad eine hohe Belastbarkeit und Stabilität zu erzielen, kann auch auf Stifte für den Einstückguss oder Anguss aus dem ER System zurückgegriffen werden.
 

Stifte bei Bruxismus:

Leiden Patienten unter Bruxismus, wirken große Kräfte auf den Stiftaufbau, deshalb ist   auch hier die Verwendung von Titan bzw. anderer Metalle angezeigt, die ausreichend stabil sind. Stifte aus Kunststoff sind weniger geeignet.
 

Geteilter und provisorischer Aufbau:

Bei mehrwurzeligen Zähnen kann der gegossene Aufbau durch einen oder mehrere ER-Stabilisierungsstifte unterstützt werden. Speziell für die temporäre Versorgung und um apikale Hohlräume mit einer Einlage versehen zu können, eignet sich ein verkürzter Titanstift (ER TMP), der mit provisorischem Zement befestigt werden sollte. Noch mehr Informationen zu den einzelnen Stiften sowie wertvolle Anwendungstipps können Zahnärzte im „Kompass Stiftsysteme“ nachschlagen. Wer die Stifte mit dem dazu passenden Composite-System einsetzen möchte, findet hierzu eine reich bebilderte Step-by-Step-Anleitung. Damit bietet der DIN A5-Kompass alles, was für das Setzen von Wurzelstiften vonnöten ist.
 


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Christoph Frevert 
Produktmanager Endo & Post-Endo | Komet Dental



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