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28. Februar 2018, Dennis Huck

Der Frosch steckt im Detail.

Der Frosch steckt im Detail.

Über den ungeliebten Klassiker im Labor: Das Froschauge. Und was dagegen hilft.

Froschaugen und abgeplatzte Stellen in der Verblendkeramik kommen leider immer wieder vor. Denn hier steckt der Teufel tatsächlich im Detail. Anders gesagt, es sind ein paar Kleinigkeiten, die man immer wieder bei der Arbeit beachten sollte, um sich später nicht ärgern zu müssen.

Die Ursachen liegen oft näher, als man denkt. Wird zum Bespiel eine Krone oder Brücke nach dem Guss mit Keramik verblendet, muss bereits die Metalloberfläche entsprechend vorbereitet werden. Geschieht das nicht, kann sich der Fehlerteufel bereits an dieser Stelle einschleichen. Kurz, der Haftverbund zwischen dem Metallgerüst und der Verblendkeramik entscheidet über den späteren Erfolg oder Misserfolg der Arbeit. Und natürlich auch darüber, ob Sie es mit zufriedenen oder unzufriedenen Patienten und Kunden zu tun haben werden.

Eine besonders gut getarnte Fehlerquelle sind poröse Oxidansammlungen. Sie beinhalten große Mengen Luft. Bei den keramischen Bränden expandiert die Luft und es entstehen die unbeliebten Froschaugen bzw. Blasen in der Verblendkeramik. Ähnlich gut versteckt sich der vorprogrammierte Ärger bei eingeschlossenen Resten von Einbettmasse. Die Rückstände sind oft kaum mit bloßem Auge zu erkennen. Umso deutlicher nimmt man sie später wahr, denn sie können den gesamten Haftverbund nachhaltig und negativ beeinflussen. Darum ist das Abziehen mit den richtigen Werkzeugen immer enorm wichtig.

DF-Fräser mit Diamantverzahnung erzeugen optimal vorbereitete Gerüstoberflächen für eine keramische Verblendung.
 

Daraus ergibt sich schon die nächste Frage: Welches der vielen rotierenden Werkzeuge ist das Richtige?
Auf gar keinen Fall diamantierte Schleifkörper oder auch die gern verwendeten braun-rosafarbenen Steinchen. Hier können Bindungspartikel herausgerissen und in die Metalloberfläche eingearbeitet werden. Beim nachfolgenden Ofenbrand verbrennen diese und gasen aus. Zum Nachteil der mühsam aufgetragenen Keramik. Gerüste sollten daher nur mit speziellen Hartmetallfräsern ausgearbeitet werden. Idealerweise immer nur in eine Richtung. Geschieht dies kreuz und quer, können Überlappungen entstehen, die für Lufteinschlüsse sorgen.

Speziell für diese Anwendung hat Komet die DF-Fräser entwickelt. Die feine Diamantverzahnung sorgt für optimale Oberflächenverhältnisse und begünstigt ein kontrolliertes Aufrauen. Ihre pyramidenförmig zulaufenden Schneidspitzen erzeugen zudem eine Flächenvergrößerung auf dem Metall, die wiederum den Haftverbund Metall-Keramik positiv beeinflusst. Um Querkontaminationen zwischen legierungsfremden Metallen auszuschließen, empfiehlt es sich, eigene Werkzeugsätze anzulegen.


Ratgeber für den Laboralltag: Welcher Fräser für welches Material?

 
 

Dennis Huck
Produktmanager Zahntechnik & KFO | Komet Dental



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