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24. Oktober 2019, Antje Meier

Selektive Kariesexkavation auf breitem wissenschaftlichen Fundament

Selektive Kariesexkavation auf breitem wissenschaftlichen Fundament

Die neue Generation Rosenbohrer ist anders. Sie unterstützt den Zahnarzt bei den drängenden Fragen der Exkavation: Wann ist´s genug? Wo liegt der therapeutische Endpunkt? Und wann kippt es vielleicht in eine Übertherapie? Instrumente wie der K1SM und der PolyBur P1 beugen vor, ja können den Zahn im konkreten Behandlungsfall vor etwaigen endodontischen Maßnahmen schützen. Das beweist v.a. das inzwischen solide wissenschaftliche Fundament zur selektiven Exkavation.

Woher stammt die selbstlimitierende Idee?

Dr. Daniel Boston, Temple University USA, entwickelte erstmals ein Instrument, dessen Schneiden sich verformen sollten, sobald sie auf gesundes Dentin treffen. Auf dieser Idee basiert auch der PolyBur P1. Seine Schneiden, die an einen Rosenbohrer angelehnt sind, entfernen weiches und schonen erhaltungswürdiges Dentin. Außerdem bietet das kleinste Instrument in Größe 014 durch seinen elastischen Hals eine Andruckkontrolle.

Korrektes Instrumentieren mit K1SM und PolyBur P1

Zuerst werden die peripheren Anteile mit einem herkömmlichen Rosenbohrer bearbeitet, am besten aber mit dem K1SM. Diverse Autoren sehen in ihm den Spezialisten für minimales Exkavieren. Sie attestieren dem K1SM Effizienz beim Bohren und wissen gleichzeitig die Sicherheit zu schätzen, die seine hohe Taktilität mit sich bringt. Bei tief gehenden Läsionen nahe der Pulpa sollte dann der Wechsel zum PolyBur P1 stattfinden. Seine klassische Indikation lautet: die weiche, pulpanahe Karies bei klinisch symptomlosen Milch- und bleibenden Zähnen. Zahlreiche Zahnärzte haben inzwischen auf das Prinzip der selektiven Exkavation umgeschwenkt. Hier verbleibt eine demineralisierte Dentinschicht in den pulpanahen Läsionen, die die Kraft zur Remineralisation besitzt. Das bedeutet in der Konsequenz einen etwas weicheren Kavitätenboden als man es gewohnt ist. Der altehrwürdige Sondentest ist folgerichtig obsolet. Besonders anschaulich zeigt Priv. - Doz. Dr. Schwendicke, Charité Berlin, den Benefit der selektiven Kariesexkavation in zwei Dental Online College Videos.

Wissenschaftliche Absicherung

Wissenschaftlich bewegt sich die selektive Exkavation auf festem Terrain. Gemäß der „Aktuellen Empfehlungen zur Kariesexkavation“ der DGZ aus 2017 sollte bei klinisch symptomlosen Zähnen in pulpanahen Bereichen auf eine vollständige Entfernung sämtlichen kariös veränderten Dentins verzichtet werden, wenn dadurch eine Eröffnung der Pulpa oder eine zu starke Reduzierung der Restdentindicke vermieden werden kann.“ Und: „Eine sorgfältig durchgeführte selektive Kariesexkavation gilt heute als das zu bevorzugende Exkavationskonzept bei tiefer, pulpanaher Ausdehnung der Dentinkaries.“ Diese Mitteilung bekräftigt den Paradigmenwechsel in der Kariestherapie und gibt Sicherheit.

Frage der Berufsethik

Lange stand Unbehagen im Raum. Was tun, wenn ein anderer Zahnarzt beim Röntgen die „Restkaries“ im pulpanahen Bereich entdeckt und bemängelt? Nach der Mitteilung der DGZ muss die Frage lauten: Hat nicht derjenige ein Problem, der nicht gemäß dieser Empfehlung arbeitet? Wichtig ist natürlich ein bakteriendichter Verschluss und dass der Patient im Vorfeld über die selektive Kariesexkavation aufgeklärt wurde. Das entscheidende Argument hierbei: Nach wie vor ist die eigene Pulpa die beste „Wurzelfüllung“. Der Aufwand für die Anwendung des PolyBur P1 ist sehr gering, der Gewinn für den Patienten enorm. Weitere Informationen zum PolyBur P1 und K1SM gibt´s im Komet Shop.

Exkavieren - aber sicher!

Selektive Kariesexkavation mit dem selbstlimitierenden PolyBur P1

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Antje Meier
konservierende Zahnheilkunde | Komet Dental



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