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25. Oktober 2019, Sigrid Dahari

Zahnmedizin studieren mit Kind

Zahnmedizin studieren mit Kind

Mutter sein und gleichzeitig ein Zahnmedizinstudium absolvieren: Ist das möglich?

Die Antwort lautet: Ja! Wer sagt überhaupt, dass Frauen mit Kind nicht studieren können? Viele Mütter bereiten sich auf ihren Universitätsabschluss vor und ziehen gleichzeitig ihr Kind groß. Gerade bei Studiengängen mit vielen Semestern wie Zahnmedizin ist das Studieren mit Kind eine gute Option.
Vielleicht gibt es ja ein Teufelchen auf Ihrer Schulter, das Ihnen sagt, beides zugleich sei unmöglich zu bewältigen. Schließlich habe der Tag ja nur 24 Stunden. Hören Sie nicht auf den kleinen Querulanten.

Niemand kennt Ihre Fähigkeiten, Ihr Durchhaltevermögen und Ihre persönlichen Umstände besser als Sie selbst.

Natürlich müssen Sie als studierende Mutter einige Zugeständnisse machen und sich gut organisieren. Wenn Sie es richtig anstellen, werden Sie Ihr Studentenleben und Ihre Mutterrolle gleichermaßen genießen können.

Mutter und Studentin: Wie funktioniert das?

Viele Frauen zucken innerlich zusammen, wenn Sie sich diese Frage stellen. Tatsächlich sollten Sie als Studentin mit Kind alle Eventualitäten im Auge behalten. Nicht alle Kinder sind gleich. Deshalb lassen sich keine Vorhersagen darüber machen, wie Ihr zahnmedizinisches Studium mit Kind verlaufen wird. Mit einem Quäntchen Verve und der richtigen Planung werden Sie es jedoch ganz sicher schaffen. Hierzu von uns einige Tipps:

Setzen Sie einen Zeitplan auf.

Natürlich werden Sie als Mutter, die einen Universitätsabschluss in Zahnmedizin anstrebt, wenig Ruhe und Muße haben. Umso wichtiger ist es, die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit optimal zu nutzen. Der Morgen und der Vormittag eignen sich perfekt für Vorlesungen. In dieser Zeit ist Ihr Kind in einer Kindertagesstätte, einem Kindergarten oder bei den Großeltern bestens aufgehoben.

In den späten Abendstunden können Sie, während Ihr Kind schläft, zu Hause weiterstudieren. Versuchen Sie, Ihren Tag zeitlich zu strukturieren. Nur so stellen Sie sicher, dass weder Studium noch Ihr Kind zu kurz kommen. Übrigens: Wer sein Kind in eine Kindertagesstätte oder einen Kindergarten gibt, vernachlässigt es nicht. Durch die Interaktion mit anderen Kindern erlernt Ihr Nachwuchs auf eine freudvolle Art den sozialen Umgang mit anderen Menschen.

Schrauben Sie die hohen Ansprüche an sich selbst herunter.

Machen Sie sich nichts vor: Studieren mit Kind ist anstrengender als ohne. Sie werden sich nicht – wie Studentinnen ohne Kind – zu 100% Ihrem Studium widmen können. Die studentischen Aktivitäten werden zudem einen großen Teil Ihrer Freizeit in Anspruch nehmen. Das bedeutet weniger Sport, weniger Hobbys und leider auch weniger Zeit für die Familie. Außerdem kann es sein, dass Sie nicht die Noten erreichen werden, zu denen Sie eigentlich fähig wären. Bitte setzen Sie sich nicht unter Druck.

Sehen Sie es so: Wer es schafft, mit Kind einen Abschluss in Zahnmedizin hinzulegen, hat genug Kraft, alle beruflichen Herausforderungen zu meistern. Dies wird auch von vielen modern denkenden Arbeitgebern anerkannt. Bleiben Sie ruhig und denken Sie daran, dass nur wenige in der Lage sind, sich einer solch großen Herausforderung zu stellen. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen, sondern würdigen Sie sich selbst, Ihre Energie und Ihr Durchhaltevermögen.

Setzen Sie sich realistische Ziele und nehmen Sie sich Auszeiten.

Als Studentin, die ein Kind erzieht, tragen Sie viel Verantwortung auf Ihren Schultern. Da kann es leicht passieren, dass Sie sich überfordern. Setzen Sie sich daher realistische Ziele für Ihre Gesamt-Studienzeit, und bauen Sie fixe Auszeiten in Ihre tägliche Routine ein. Ruhezeiten sind der Treibstoff für Ihren Erfolg als studierende Mutter. Wer sich ständig am Energie-Limit bewegt, wird leicht krank oder bricht das Zahnmedizin-Studium vorzeitig ab. Es kommt nicht darauf an, wieviel Zeit pro Tag Sie sich für sich selbst nehmen, sondern darauf, wie regelmäßig Sie es tun. Eine halbe Stunde Jogging oder ein Nickerchen reichen oft schon aus, um aufzutanken.

Lassen Sie Ihre Schuldgefühle los.

Studierende Mütter werden oft von Schuldgefühlen geplagt. Das ist verständlich, wollen sie doch nicht nur im Studium, sondern auch als Mutter und Partnerin immer ihr Bestes geben. Das sollte Sie aber nicht davon abhalten, die Zeit mit Ihrer Familie zu genießen. Machen Sie sich folgendes klar:

- Es ist nicht richtig, dass Sie sich jederzeit zu 100% Ihrem Kind beziehungsweise Ihrer Familie widmen müssen. Jeder Mensch, auch die studierende Mutter, hat das Recht, eigene Lebensziele zu verfolgen.
- Umgekehrt erwartet niemand von Ihnen, dass Sie wegen Ihrer Verpflichtungen als Studentin für Zahnmedizin Ihre Liebsten vernachlässigen.

Wichtig ist, dass Sie ein gutes Gleichgewicht zwischen Studium, Kindererziehung und gegebenenfalls Partnerschaft finden. Das erreichen Sie nur, wenn Sie jegliche Schuldgefühle loslassen. Vergessen Sie nicht:

- Niemand kennt Ihre Wünsche und Lebensziele besser als Sie selbst. Widmen Sie sich Ihren Träumen!
- Wenn Sie ich Ihren Traum von einem Zahnmedizinstudium erfüllen, werden Sie zufriedener mit Ihrem Leben sein. Das wiederum verleiht Ihrer Beziehung zu Kind und Partner eine positive Qualität.

Lernen Sie in kleineren Häppchen

Manchmal ist es schlichtweg nicht möglich, länger an einem Stück zu lesen oder an einer Arbeit zu sitzen. Dies ist vor allem an Nachmittagen der Fall, wenn viele Kinder zu Hause sind. In dem Fall ist es hilfreich, die Studienzeit in mehrere kleine Zeitblöcke zu unterteilen. Wie wäre es mit Zeitsegmenten à 20 Minuten? Nutzen Sie Timer-Apps, um Ihre Zeiten einzuhalten.

Werden Sie „digital“.

 

Ein doch eher ungewöhnlicher Tipp für das Lernen mit Baby. Manchmal werden Sie feststellen, dass Sie nicht die Zeit haben, innerhalb einer bestimmten Zeit ein zahnmedizinisches Buch durchzuarbeiten. Was tun? Nutzen Sie einfach moderne digitale Ressourcen, um den notwendigen „Stoff“ zu verinnerlichen. Dies können Hörbücher, Podcasts oder YouTube-Videos sein. Diese können Sie sich über Kopfhörer anhören, während Sie auf dem Weg zur Uni sind oder Aufgaben im Haushalt erledigen.

Lassen Sie Ihr Baby oder Kleinkind „mitarbeiten“.

Studieren mit Babys:

Neugeborene brauchen vor allem eines: viele Liebe und die Nähe zur Mutter. Wickeln Sie es in ein Tragetuch, legen Sie sich auf die Couch und spüren Sie die innige Verbundenheit zu Ihrem Kind, während Sie ein Fachbuch lesen.

Studieren mit Kleinkindern:

Kleine Kinder sind bewegungsfreudig und haben täglich 1.000 Fragen. Das kann eine studierende Mutter schon einmal ganz schön aus dem Konzept bringen. Ein kleiner Trick: Bitten Sie Ihr Kind, Ihnen ein Bild von dem schönsten Hasen der Welt zu malen. Kinder lieben es, ihre Eltern zu erfreuen, denn daraus beziehen Sie ihre Anerkennung. Während Sie sich Ihrem Studium widmen, entsteht unter den kleinen Händen Ihres Kindes ein Hase, wie er hübscher nicht sein könnte. Vergessen Sie nicht, die Arbeit Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes anschließend zu würdigen. Durch das gemeinsame „Arbeiten“ entsteht zwischen Ihnen eine stillschweigende Solidarität. Zusätzlich fördern Sie die kreativen Fähigkeiten Ihres Nachwuchses.


Wie Sie sehen, ist es herausfordernd, aber durchaus möglich, mit Baby/ Kind zu studieren. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn andere trotz Kind viel leichter durchs Studium zu „segeln“ scheinen als Sie selbst. Jede Studentin hat andere Lebensumstände und jedes Kind seinen eigenen Charakter. Wenn Sie die Bedürfnisse Ihres Babys oder Kleinkindes kennen, wird es Ihnen leichter fallen, Ihre Studienzeit optimal zu planen.

Und sollten Sie für Ihr zahnmedizinisches Studium zwei Jahre länger benötigen als Ihre Kommilitoninnen… Was macht das schon? Dafür dürfen Sie das Glück genießen, Mutter zu sein.



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