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04. September 2019, Antje Meier

Keramikpräparationen zuverlässig und sicher umsetzen

Keramikpräparationen zuverlässig und sicher umsetzen

Die Nachfrage nach keramischen Restaurationen steigt ständig, was nicht zuletzt an der besonders ansprechenden Ästhetik dieser Versorgungsart liegt. Um Qualität und Langlebigkeit zu gewährleisten, ist jedoch entscheidend, dass alle Präparationsregeln für eine Keramikversorgung eingehalten werden. Sonst können beispielsweise zu flach präparierte Kavitäten oder die Nichtbeachtung der Mindestschichtstärken zu Komplikationen führen. Der folgende Beitrag erläutert die Abfolge nötiger Präparationsschritte unter Verwendung dazu passender neuartiger Schleifkörpergeometrien.

Der Einsatz keramischer Inlays oder Teilkronen bietet in vielen Fällen eine sinnvolle Alternative zur klassischen Kronenpräparation, ermöglicht sie doch einen deutlich geringeren Verlust an Zahnhartsubstanz und ein verringertes Risiko der damit verbundenen möglichen Komplikationen wie Pulpitiden. Die Präparation dieser Versorgung ist zwar  sehr anspruchsvoll, dafür aber ermöglicht das Zusammenspiel von hochwertigem Material und passenden Instrumenten eine moderne und weniger invasive Präparationstechnik. Hierbei bietet Komet mit dem Set 4562ST eine übersichtliche Instrumentenzusammenstellung, um die präzise Kavitätengestaltung für keramische Inlays und Teilkronen zu vereinfachen und zu systematisieren. Das Set, welches in Zusammenarbeit mit sechs namhaften Experten aus Klinik und Praxis entstanden ist, umfasst zehn Instrumente, von denen drei mit einer Tiefenmarkierung ausgestattet sind, die die okklusale Mindeststärke der Keramikrestaurationen  ermöglicht.

Eine besondere Herausforderung stellt die Gestaltung der Approximalbereiche dar. Hier sind leicht divergierende, kastenförmige Präparationen anzustreben, die dennoch keine spitzen Winkel oder unregelmäßigen Randverläufe aufweisen sollten. Die längsseitig halbierten und diamantierten Schallspitzen (SFM7 mesial, SFD7 distal) sind speziell für Approximalbereiche entwickelt worden und erleichtern bei geringer Abtragstiefe die Formgebung und Glättung der Kavitäten im Approximalbereich; durch die halbseitige Belegung bleibt der Nachbarzahn auch bei Berührung unversehrt.

Einsatz der Instrumente Nachfolgend wird die praktische Anwendung der Instrumente step-by- step erläutert:

Kavitäteneröffnung mit einem konischen, grobkörnigen Diamanten mit abgerundeter Kante.  

Kavitäteneröffnung mit einem konischen, grobkörnigen Diamanten mit abgerundeter Kante (6847KRD.314.016, grüner Ring); die Tiefenmarkierung hilft, die Mindestschichtstärke der Keramik unter der Fissur zu gewährleisten (Abb. 1).

Ein approximaler Kasten wird angelegt.  

Mit demselben Instrument wird ein approximaler Kasten angelegt. Die approximale Schmelzwand bleibt vorerst stehen (Abb. 2).

Die dünne, feinkörnige Flamme (8862.314.012, roter Ring) zur Separation der approximalen Schmelzanteile wird eingsetzt und die zuvor belassene Schmelzwand entfernt.  

Die dünne, feinkörnige Flamme (8862.314.012, roter Ring) zur Separation der approximalen Schmelzanteile einsetzen und die zuvor belassene Schmelzwand entfernen. Unbedingt beachten: Keinen Federrand präparieren (Abb. 3).

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Mit dem zum Präparationsdiamanten aus Abb.1 formgleichen Finierer (8847KR.314.016, roter Ring) werden die Kasteninnenwände und der -boden geglättet (Abb. 4).

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Je nach Kavitätengröße stehen zwei kürzere, konische Instrumente, ebenfalls mit abgerundeter Kante, zur bedarfsgerechten Gestaltung der Kavität zur Verfügung: 959KRD.314.018 (Abb. 5).

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Zum anschließenden Finieren stehen formgleiche Feinkorninstrumente zur Verfügung (8959KR.314.018 bzw. 8845KR.314.025, beide mit rotem Ring). Das konische Instrument sollte zusätzlich in orovestibulärer Richtung geschwenkt werden, um den Öffnungswinkel nach okklusal tendenziell zu vergrößern (Abb. 6).

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Mit der dickeren Finierflamme (8862.314.016) die Flanken der Kästen konkav gestalten. Die Konvexität an der Spitze des Instrumentes ergibt automatisch eine konkave Kontur in der Zahnsubstanz. Dabei zudem den Öffnungswinkel der Präparation nach okklusal hin vergrößern. Eher etwas offen, keinesfalls zu steil präparieren! Die Übergänge vom Kavitätenboden zum Kasten müssen unbedingt abgerundet werden (Abb. 7).

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Mit der Kugel in Normalkorn (801.314.023) kann die Kavität bei Bedarf unterhalb der Fissur
zusätzlich vertieft werden (Abb. 8).

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Mit dem konischen Instrument (959KRD.314.018) die Höcker horizontal einkürzen; dabei das Instrument auch horizontal einsetzen (Abb. 9). Der Durchmesser von 1,8 mm (1,4 mm an der Spitze) ist ein gutes Maß für eine ausreichende Reduktion.

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Mit der feinkörnigen Eiform (8379.314.023, roter Ring) alle Innenkanten abrunden (Abb. 10).

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Mit demselben Instrument die horizontal verlaufenden Außenkanten leicht brechen. Alle Kanten innerhalb der Präparation abrunden (Abb. 11).

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Mit der dünnen Finierflamme (8862.314.012, roter Ring) aus Abb. 3 verbleibende Ecken und Kanten innerhalb der Präparation an den schwer zugänglichen Stellen abrunden (Abb. 12).

 


Zweitveröffentlichung aus ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis – 3/2018  

 
Themenwelt zu Vollkeramik & CAD/CAM

Lässt einfach mehr Substanz. Okklusionsonlays für die minimalinvasive Table-Top Präparation.

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Antje Meier
konservierende Zahnheilkunde | Komet Dental

    


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