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Famulaturbericht Kenia, August 2019

Famulaturbericht Kenia, August 2019

Famulaturbericht Kenia, August 2019

von Lena und Kathrin

Gegen Ende des 7. Semesters fassten wir, Lena und Kathrin, den Entschluss uns um eine Famulatur für den Sommer 2019 zu bemühen. Entgegen der Berichte anderer, haben wir festgestellt wie spontan und einfach die Organisation eines solchen Projektes sein kann, denn wir haben uns weder Jahre im Voraus damit beschäftigt, noch extrem viel Zeit und Arbeit investieren müssen. Nachdem wir mit einigen Organisationen Kontakt aufgenommen hatten, war schnell klar, dass wir uns mit Dentists for Africa am wohlsten fühlten und es für uns nach Kenia gehen wird.

Dentists for Africa ist ein 1990 gegründeter deutscher Verein, der in Kooperation mit den Franziskaner Schwestern in Kenia zahnmedizinische Versorgungen für Einheimische, insbesondere für Kinder, sowie die Ausbildung kenianischer Kollegen realisiert. Mittlerweile hat DfA 14 „Dental Units“ in Kenia mit aufgebaut und unterstützt außerdem Witwen und Waisen. Von Anfang an war die Kommunikation mit dem Verein sehr herzlich und unkompliziert. Für jede Frage hatten wir stets den richtigen Ansprechpartner.

Nachdem wir unsere Flüge im Mai gebucht hatten, stieg die Vorfreude. Durch den alltäglichen Uniwahnsinn blieb unsere Planung von Deutschland aus jedoch auf ein Minimum beschränkt. Lediglich um die Impfungen kümmerten wir uns früh genug, kurz vor knapp dann auch noch um ein paar Spenden bevor Mitte August der Flieger nach Kenia startete.
Wir hatten das Glück unsere vier Famulaturwochen an unterschiedlichen Orten zu verbringen. So gab es sehr viel Abwechslung und vielseitige Einblicke in die zahnärztliche Arbeit, sowie in das alltägliche Leben der Kenianer.

Zunächst verbrachten wir zwei Wochen im „Asumbi Mission Hospital“. Mit vor Ort waren Rupert, ein afrikaerprobter deutscher Zahnarzt, sowie Nora und Thalia, deren Famulatur sich eine Woche mit unserer überschnitt. Untergebracht waren wir im Gästehaus auf dem Klostergelände, direkt neben der Kapelle und dem Wohnhaus der Franziskaner Schwestern.

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Mit den Franziskaner Schwestern


Für unser leibliches Wohl sorgte die wunderbare Tabitha, die alles gab um uns zu verwöhnen. Nach wenigen Metern erreichten wir jeden Morgen unseren Arbeitsplatz, wo wir gemeinsam mit allen Pflegern und Ärzten mit einem alltäglichen Morning Prayer in den Tag starteten. Bei den Behandlungen standen uns Moses und Herbert, zwei Oral Health Officers und Extraktionskönige, stets mit Rat und Tat zur Seite. Wir waren überrascht wie gut die Stationen ausgestattet waren.

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Behandlungszimmer


Vor Ort wurde uns bewusst, dass Spenden nicht wirklich notwendig gewesen wären. Lediglich Arbeitskleidung, Desinfektion, Handschuhe und Zahnbürsten sind sehr sinnvoll. Durch die gute Ausstattung konnten Füllungen und Endos problemlos durchgeführt werden, wenn die Patienten das nötige Kleingeld zusammenkratzen konnten. Leider war dies oft nicht der Fall und so war das Mittel der Wahl doch oft der Griff zur Extraktionszange. Besonders viel Spaß haben uns die Schulbesuche und Ausflüge in umliegende Dörfer gemacht, wo wir mehrere hundert Kinder untersuchten, um sie bei Bedarf vor Ort oder in der Dental Unit zu versorgen. Dank DfA ist die Behandlung für alle Kinder kostenlos.

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Unterricht und Behandlung der Kinder


Im Anschluss an unsere Zeit in Asumbi verbrachten wir eine Woche in Kisii. Dort fand ein Workshop für kenianische Zahnärzte und Oral Health Officer statt, der von Dentists for Africa organisiert wurde. Zuletzt verbrachten wir noch eine Woche in Bungoma, einer etwas größeren Stadt. Dort behandelten wir gemeinsam mit Sister Sunya, einer kenianischen Kollegin. Durch viele Motorradunfälle und Rohheitsdelikte war der Behandlungsschwerpunkt hier eher chirurgischer Natur.

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Workshopteilnehmer


Da wir unsere Wochenenden sehr flexibel gestalten konnten, haben wir diese für Ausflüge in die wunderschöne und abwechslungsreiche Umgebung genutzt. So haben wir bereits die Masai Mara und den Ruma Nationalpark noch während unserer Famulatur erkundet. Im Anschluss hatten wir noch genug Zeit, um am Meer zu entspannen und eine Safari in den Tsavo und Amboseli Nationalpark zu machen.

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Im Nationalpark auf Safari-Tour


Wir waren froh noch nichts von Deutschland aus gebucht zu haben, weil wir schnell merkten, dass man in Kenia von Tag zu Tag lebt und man das Reisen problemlos und spontan vor Ort organisieren kann. Neben den vielen schönen Erlebnissen bleiben natürlich auch die sehr bewegenden Momente in Erinnerung. Armut, politische Ungerechtigkeit, Krankheit und Gewalt spielten sich direkt vor unseren Augen ab und machten uns unmittelbar bewusst, dass eine erfolgreiche zahnmedizinische Behandlung viel zu wenig ist, um den Menschen wirklich zu helfen.

Rückblickend sind wir sehr dankbar für diese unvergessliche Erfahrung, geprägt von herzlichen und extrem gastfreundlichen Menschen, atemberaubender Natur, leckerem Essen und tollen Momenten. Wir hätten nie damit gerechnet, dass uns dieses Land so fesselt und nachhaltig begeistert. Wir möchten uns ganz herzlich bei DfA bedanken, die uns das Projekt in dieser Form erst möglich machten. Ein besonderer Dank gilt auch unseren Sponsoren: Komet, Ivoclar Vivadent, Henry Schein, Clinic Dress & Stadt Apotheke Huppertz e.K.

 

 

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